Moin!

Da meint man schon eine ganze Menge gesehen oder erlebt zu haben und dann das!

Ein mikroskopisch kleines Virus, nicht sichtbar – und erst eventuell fühlbar, wenn es in die Lunge gekommen ist, bringt das geordnete Leben durcheinander.

Die regulären Arbeitsabläufe sind durchbrochen. Stay home, stay safe, stay healthy – schütz’ dich und andere – social distancing. Das ist Krankheitsbekämpfung in unserem Jahrtausend. Wir sind hier auf der Erde, können Menschen zum Mond bringen, Satelliten und Roboter zum Mars und werden doch nun durch ein kleines Etwas eingeschränkt. Viren sind keine Lebewesen, denn sie besitzen keinen eigenen Stoffwechsel oder betreiben Photosynthese (vgl. hierzu: https://www.infektionsschutz.de/infektionskrankheiten/erregerarten/viren.html, BZgA, abgerufen am 21.03.2020, 7.30 Uhr)

Also: Zu Hause bleiben ist das Beste! Und Politiker*innen wie auch Ärzte*innen und die Virologen*innen beten dieses „Credo der Krankheitsvermeidung“ seit längerer Zeit. 

Zu Hause – eigentlich ein Ort der Heimat, des schönen Gefühls der Geborgenheit (für viele, nicht für alle!!!). Und trotzdem ist es ein Ort, an dem man in der Nacht in Sicherheit schlafen kann (auch das gilt nicht für alle!). An diesem Ort, wo unsere persönlichsten Gegenstände, unsere Lieblingssachen stehen, sollen wir nun bleiben und den Verlauf der Krankheit durch die Vermeidung von Kontakten entgegenstehen.

Photo by Roberto Nickson on Pexels.com

Ich merke, dass das ziemlich entschleunigt und auch gut tut. Ich merke, wie viele Termine nun abgesagt wurden und ich Zeit bekomme für Dinge, die ich bislang entweder liegen gelassen habe und für die ich nie richtig Zeit hatte.

Da sind Anrufe, die ich nun tätigen kann oder mal ein Brief, aber auch die Gitarre, die in der Ecke steht und die ich mal in Jugendtagen erlernt habe, nun aber nicht mehr beherrsche.

Photo by Daria Shevtsova on Pexels.com

Und dann liegt da auch die Ablenkung: Facebook, Netflix und Co. Auch in meiner Pfarrei in Vechta und beim BDKJ setze ich nun auf die neuen Medien und bin froh, dass es sie für die Kommunikation und eben auch zum gemeinschaftlichen Gebet gibt!

Nun gilt es doch zu unterscheiden, was mir persönlich weiterhilft und wo ich doch eher abgelenkt werde. 

Die Spiritualität von Ignatius von Loyola (* 31. Mai 1491, † 31. Juli 1556), die ich in während meines Studiums in Rom eingeübt habe, zeigt im ersten Abschnitt der Geistlichen Übungen auf genau diese Unterscheidung hin:

Geistliche Übungen dazu hin, sich selbst zu überwinden und sein Leben zu ordnen, ohne sich durch irgendeine Neigung, die ungeordnet wäre, bestimmen zu lassen.
(GÜ 21)

Was bringt mich also näher zu mir selbst und hilft mir, mein eigenes Leben gut im Blick zu haben und immer mehr «Ich-selbst» zu sein. Das Gebet zu Gott ist auch eine wichtige Säule, damit mein „Ich“ nicht narzisstisch wird, sondern, damit ich durch die Verbindung zu Gott über mein eigenes Ich hinaus (Transzendenz) eintrete in die große Gemeinschaft mit IHM und den vielen, die zu Gott beten oder schon bei IHM sind. 

Natürlich braucht es dann auch Auszeiten durch Ablenkung und Zerstreuung: Spaziergänge, Bücher, die meine Phantasie anregen, Kunst(-werke), Musik und auch Filme und Serien, die mir Freude oder Mitgefühl geben und so mein ganzes Spektrum der Emotionen entlocken.

Photo by Pixabay on Pexels.com




Meine Frage am Ende also nun:

Was machst du nun zu Hause, was vielleicht bislang liegen geblieben ist.

Womit hast du schon angefangen für dich selbst oder andere, um näher an dir dran zu sein?

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