Wenn katholische Priester wie Albert Lüken (34) die Messe feiern, sind alle Bewegungen, Haltungen, Texte streng geregelt. Bevor der junge Geistliche die Hostien an die Gläubigen verteilt, sie zur Kommunion bittet, reibt er sich routiniert die Hände ein. Zwei, drei Sprühstöße des Desinfektionsmittels aus dem blauen Plastikbehälter beim Altar müssen reichen. Die Atemschutzmaske und das Desinfektionsmittel sind in kurzer Zeit zu festen Bestandteilen der katholischen Messfeier geworden. Für Lüken sind Maske und Desinfektion einfach zwei neue Rituale.

Da merkt man dann, dass unsere Gottesdienste eben nicht nur Gotteswerk sind, sondern auch Menschenwerk.

Wie Kaplan Albert Lüken aus Vechta geht es während der Corona-Pandemie vielen der rund 24.000 Seelsorger, die allein die katholische Kirche in Deutschland beschäftigt. Sie erleben gerade, wie das Virus die eingefahrenen Routinen der Kirche aufwirbelt, einer immerhin 2.000 Jahre alten Institution. Der Gottesdienst braucht Unmittelbarkeit und Nähe, damit die Gemeinschaft spürbar wird. Doch Nähe ist seit März verboten.

Hier geht es zum ganzen Artikel der Oldenburgischen Volkszeitung

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